Forschung
Im Auftrag von Herrn und Frau Van der Sanden, ADC ArcheoProjekte Für das Plangebiet Merwededijk 13 – 14 in Gorinchem wurde eine Schreibtischstudie und eine Bestandsaufnahme im Feld in Form einer Erkundungs- und Kartierungsbohrung durchgeführt. Im Plangebiet wurden zwei Häuser gebaut.
Die Untersuchungen erfolgten im Rahmen eines Planänderungs- und Bauantragsverfahrens und waren notwendig, um festzustellen, ob durch die geplanten Aktivitäten Auswirkungen auf archäologische Funde im Untergrund entstehen.
Erwartungen
Das Plangebiet liegt innerhalb eines Wohngebiets, das vermutlich aus dem Spätmittelalter stammt. Daher besteht die Möglichkeit, dass archäologische Funde aus dem Spätmittelalter und der Neuzeit vorhanden sind. Auf der Katasterminute von 1811 bis 1832 ist um das Plangebiet herum eine Bebauung verzeichnet. Am Standort des heutigen Hauses steht mit Sicherheit seit 1895 ein Gebäude.
Im Plangebiet wurden überwiegend Aufschüttungen erwartet. Möglicherweise waren auch Fundamente ehemaliger Gebäude vorhanden. Angaben zur Mächtigkeit der Aufschüttungen und zur Tiefe eventuell vorhandener Fundamente konnten nicht gemacht werden. Die wenigen verfügbaren Daten erlaubten keine genauere Spezifizierung des komplexen Typs und der Größe der zu erwartenden Überreste. Im Zusammenhang mit dem Bau des Hauses und des Industriegebäudes sowie Abbrucharbeiten auf dem Gelände des Plangebiets könnten eventuell vorhandene archäologische Überreste bereits gestört worden sein.
Schon gestört
Das aufgefundene erhöhte Paket steht im Zusammenhang mit früheren Bauten im Plangebiet. Diese Bauten haben sicherlich ihren Ursprung im 19.de Jahrhundert, ein spätmittelalterlicher Ursprung kann auf Grundlage der gegenwärtigen Forschung nicht ausgeschlossen werden.
Es wurde davon ausgegangen, dass die aktuelle Bebauung im Plangebiet, das Wohngebäude und die Industriehalle, die am Baustandort vorhandenen Werte beeinträchtigt hat. Bei den geplanten Bodeneingriffen wurden insgesamt 65 m² unbebaute Fläche beeinträchtigt. Diese Fläche fiel unter die Ausnahmeregelung der Gemeinde Gorinchem für Gebiete mit mäßiger Erwartung von Überresten aus dem Spätmittelalter und der Neuzeit. Weitere Untersuchungen wurden daher nicht für notwendig erachtet. ADC ArcheoProjecten empfahl daher, das Gelände für die geplante Bebauung freizugeben.
Veröffentlichung
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Hanemaaijer, M. (2011) Merwededijk 13 & 14 in Gorinchem. Eine Desk Research und Inventory Field Research in Form einer Erkundungs- und Kartierungsbohrung, ADC-Bericht 2448, Amersfoort. Flipbook | PDF (712 kB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | Forschungsberichte 42524 und 44353 |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 127.889/426.631 127.910/426.630 127.922/426.582 127.915/426.565 127.866/426.583 127.873/426.596 127.894/426.593 |
| Ortsname: | Merwededijk 13 und 14 |
| Ort: | Gorinchem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | Desk Research und Bohrforschung, Kartierung |
| Testamentsvollstrecker: | ADC Archäoprojekte |
| Projektleiter: | J. Huizer |
| Kunde: | Herr und Frau Van der Sanden |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | August und Dezember 2010 |
| Funde & Dokumentation: | Städtisches Depot für Archäologie Gorinchem |
| IN: | https://doi.org/10.17026/dans-zp5-9xtp |

