Forschung
Im Juli und August 2010 untersuchte ACVU-HBS (Archäologisches Zentrum der Freien Universität – Hendrik Brunsting Foundation) im Auftrag der Gemeinde Gorinchem den unbebauten Teil des Gewerbegebiets East II in Gorinchem. Die Gemeinde beauftragte ACVU-HBS, eine Studie zu archäologischen Erwartungen durchzuführen. Die Forschung begann mit einer Schreibtischstudie mit Erkundungs- und Kartierungsbohrungen.
Sowohl bei den Erkundungs- als auch bei den Kartierungsbohrungen wurden im flachen Untergrund der Gorkum-Arkel-Bachgürtel, Uferablagerungen auf Torf, die dem Gorkum-Arkel-Bachgürtel zugeordnet werden können, sowie Spaltenablagerungen gefunden, die dem Gorkum-Arkel-Bachgürtel, einem Seitenarm des Linge-Bachgürtels oder einem unbekannten Bachgürtel zugeordnet werden können. Bei dieser Untersuchung wurden keine Dünenablagerungen gefunden. Abgesehen von Holzkohle, die im Flussgebiet natürlicherweise in großen Mengen vorkommt, wurden im Flussgürtel keine archäologischen Hinweise gefunden. Darüber hinaus fehlen jegliche Vegetationshorizonte und/oder Kulturschichten. Die Ablagerungen des Gorcum-Arkel-Stromgürtels wurden etwa 3 bis 5 m unter dem Meeresspiegel nachgewiesen und Gletscherspaltenablagerungen wurden mindestens 2 m unter dem Meeresspiegel gefunden. Der einzige gefundene archäologische Indikator mit einer Datierung aus dem Spätmittelalter (IJsselstein) wurde an der Stelle einer ehemaligen Straße gefunden und diente wahrscheinlich als Pflaster.
Empfehlung
Obwohl im flachen Untergrund mit (mittel)hoher archäologischer Erwartung Ablagerungen des Gorkum-Arkel-Bachgürtels, Uferablagerungen auf Torf des Gorkum-Arkel-Bachgürtels und Spaltenablagerungen gefunden wurden, die dem Gorkum-Arkel-Bachgürtel oder einem Seitenarm des Linge-Bachgürtels oder einem unbekannten Bachgürtel zugeordnet werden können, fehlt im oberen Bereich der Ablagerungen eine klar erkennbare Kulturschicht. Hinweise auf archäologische Fundstätten im Plangebiet liegen nicht vor, können aber aufgrund der vorliegenden Bohrungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit, auf archäologische Stätten zu stoßen, gering ist, was vor allem auf die fehlende Bodenbildung auf den Ablagerungen der Bachläufe und Gletscherspalten zurückzuführen ist. Die Spitze des Gorcum-Arkel-Strömungsgürtels, auf dem sich möglicherweise archäologische Überreste befinden, wurde etwa 3 bis 5 m unter dem Meeresspiegel gefunden, und Gletscherspaltenablagerungen wurden mindestens 2 m unter dem Meeresspiegel gefunden. Die Fläche der Pfahlgründung, die in dieser Höhe eine Störung verursachen würde, ist im Vergleich zur zu bebauenden und zu befestigenden Fläche vernachlässigbar klein. Daher wurde empfohlen, das Forschungsgebiet freizugeben.
Veröffentlichung
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Weine, JJA (2011) Desk Research und Bestandsaufnahme Feldforschung mittels Erkundungs- und Kartierungsbohrungen. Industriegebiet Ost II, Gorinchem, Gemeinde Gorinchem, Historische Notizen der Südniederlande 237, Amsterdam. Flipbook | PDF (5,82 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | OM: 42248 und 42249 |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 128.560/428.200 128.660/427.800 128.530/427.800 129.560/428.160 128.800/428.280 |
| Ortsname: | Gewerbegebiet Ost II |
| Ort: | Gorinchem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | IVO-B |
| Testamentsvollstrecker: | VU-HBS |
| Projektleiter: | JJA Weine |
| Kunde: | Gemeente Gorinchem |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | 17 Februar 2011 |
| Funde & Dokumentation: | - |
| IN: | https://doi.org/10.17026/dans-xpm-8738 |

