Forschung
Im 11. und 12. Jahrhundert war Gorinchem an der Lingemündung eine der ersten Siedlungen, von denen aus das Hinterland erschlossen wurde. In den folgenden Jahrhunderten wuchs die Siedlung unter der Herrschaft der Herren von Arkel entwickelte sich ab der zweiten Hälfte des 13.de Jahrhundert Erdwälle und Gräben. Im Jahr 1382 erhielt Gorcum Stadtrechte.
Wie in vielen Dörfern und Städten war die Kirche das Zentrum der Siedlung. Im Jahr 1263 St. Martin geweihte Kirche in Betrieb genommen. Der Turm wurde 1361 bei einem Sturm schwer beschädigt und durch den heutigen Turm ersetzt, der zwischen 1450 und 1517 erbaut wurde. Es ist möglich, dass die Verstorbenen seit der Erbauung der ersten Kirche in Gorcum auf dem geweihten Boden rund um das Kirchengebäude begraben wurden.
Friedhof
Das erste Bild der Kirche und des Friedhofs, vom Kartographen Jacob van Deventer, stammt aus dem 16.de Jahrhundert. Kartographische Daten aus dem 16.de alle 20e Jahrhundert geben einen Eindruck von der Entwicklung des Kirchenbaus und der räumlichen Nutzung des umgebenden Geländes. Daraus lässt sich schließen, dass der Teil des Kirchengeländes nördlich des Turms, der 2008 besetzt wurde, Hollandia Archäologen wurde untersucht, möglicherweise bis zum 18.de Jahrhundert als Friedhof genutzt.
Bei dieser archäologischen Untersuchung, die im Zusammenhang mit der geplanten Installation einer Feuerlöschanlage für den Kirchturm durchgeführt wurde, wurden 53 Individuen ausgegraben. Gemäß der christlichen Tradition waren die Gräber überwiegend in Ost-West-Richtung ausgerichtet, mit einer leichten Abweichung nach Norden aufgrund der durch die Lage der Krijtstraat vorgegebenen Friedhofsanordnung.
Aufgrund der begrenzten Fläche, die im Rahmen der archäologischen Ausgrabungen untersucht werden konnte, sind Aussagen zur Anlage und Entwicklung des Friedhofs nur schwer möglich. Eine Unterscheidung der Sargformen der Gräber im nördlichen Teil der Baugrube und der übrigen Gräber dürfte mit der Anlage des Friedhofs zusammenhängen. Eine diachrone Unterscheidung lässt sich in der Diskontinuität der Wahl des Bestattungsortes erkennen. Dies ist auch ein Hinweis auf die Art und Weise, wie die Gräber gekennzeichnet wurden.
Das Fundmaterial und die dendrochronologisch Datierungen des Holzes der Särge zeigen, dass die gefundenen Individuen zwischen 14de-15de Jahrhundert und das 18.de Jahrhundert muss begraben worden sein.
Arme Leute
Die physisch-anthropologische Forschung zeigt, dass die Gorcumer, die in diesem Teil des Friedhofs begraben wurden, zum armen Teil der Bevölkerung gehörten. Aufgrund der harten Lebensbedingungen erreichten insbesondere Frauen nur eine geringe Körpergröße und starben in jungen Jahren.
Die Armen wurden in einfachen Särgen aus billigem Holz in einem Grab im Schatten der Grote Kerk in Gorinchem begraben, das nur in wenigen Fällen ein Kreuz hatte.
Fotos
Medien
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Veröffentlichungen
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Busch, A.J. (1994) Große Kirche und Turm, Gorcum Monument Series 2, Gorinchem. WorldCat | Flipbook | PDF (5 MB) |
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Hoogendijk, T., M. d'Hollosy & T. Verminnen (2010) Archäologische Ausgrabung (AO), Gorinchem Achter de Kerk/Krijtstraat, Hollandia Serie 296, Zaandijk. Flipbook | PDF (42,41 MB) |
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Hoogendijk, T. (2011) Im Schatten der Grote Kerk Archäologische Forschung des Friedhofs der Grote Kerk in Gorinchem 14. bis 18. Jahrhundert, Zaandijk. |
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Rooijen, E. van (2008) Gorinchem: Achter de Kerk, im: Archäologische Chronik von Südholland, 40, p. 16. Flipbook | PDF (5,76 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | 28581 (Forschungsbericht) |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 126.425/426.890 126.423/426.860 126.433/426.860 126.433/426.890 |
| Ortsname: | Hinter der Kirche/Krijtstraat |
| Ort: | Gorinchem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | DAO (Definitive Archäologische Forschung) |
| Testamentsvollstrecker: | Hollandia Archäologen |
| Projektleiter: | Drs. MJJ Dautzenberg |
| Kunde: | Gemeente Gorinchem |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | 19. Mai 2008 – 23. Mai 2008 |
| Funde & Dokumentation: | Städtisches Depot für Archäologie Gorinchem |
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